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Reisesteckbrief: Über Mauritius nach La Réunion

30.09.2019 - Unsere Kollegin Steffi hatte dieses Jahr das große Glück, auf einer Veranstaltung eine Woche in einem Hotel auf Mauritius zu gewinnen. Als begeisterte Aktivreisende hat sie die Chance genutzt, im Anschluss an diese traumhafte Insel auch noch La Réunion zu erkunden: Eine wunderschöne und vielfältige Insel abseits vom Massentourismus, auf der man Mountainbiken, Schnorcheln, Wandern und Vieles mehr machen kann.

Mein aktueller Reisesteckbrief

Name
Steffi Henschel

Zur Person
Steffi arbeitet seit 2009 bei der Cruising-Reise GmbH und betreut unsere Kunden von unserem Büro in Stadecken-Elsheim (Nähe Mainz) aus. Sie ist eine echte Globetrotterin und hat schon die halbe Welt bereist.

Reisezeitraum
03. – 29.07.2019

Reiseziel
Mauritius & La Réunion

Mitreisende
Ich bin gemeinsam mit meinem Freund gereist.

Meine Beweggründe für dieses Reiseziel

Anfang des Jahres hatte ich das große Glück, 7 Übernachtungen in einem Hotel auf Mauritius zu gewinnen. Da ich begeisterte Aktivreisende bin und u.a. gerne SUP (Stand-up Paddle Board) fahre, tauche und schnorchle stand das Reiseziel für 2019 fest. Ich konnte es kaum abwarten, diese schöne und sehr vielfältige Insel mit ganzjährig sehr angenehmen Wassertemperaturen persönlich kennenzulernen.

Beim Gedanken an Mauritius kam mir auch direkt die Insel La Réunion in den Sinn, die nur ca. 45 Flugminuten entfernt liegt. Die Insel liegt abseits des Massentourismus, was für mich sehr reizvoll ist, da ich gerne etwas „off the beaten track“ reise. Die schönen weißen und schwarzen Strände, die kontrastreichen Landschaften wie Tropenwald, Vulkan-, alpine Berg- und Mondgebiete bieten ein kleines Paradies im indischen Ozean, in dem man wunderbar wandern, Mountainbike fahren aber auch tauchen und schnorcheln kann.

Strand vom Beachcomber Dinarobin - Le Morne.jpg

Meine Tour auf Mauritius

Nach Mauritius sind wir per Direktflug ab Frankfurt geflogen. Unser erstes Hotel lag an der Nordostküste der Insel, von wo aus wir per Mietwagen einige Regionen der Insel erkundet haben. So gleich zu Beginn den Norden zum Cap Malheureux: Hier umspült der Indische Ozean nicht nur schneeweißen Sand, sondern auch schwarzes Lavagestein, das bis ins Wasser hineinreicht.

Strand Blue Bay.JPG

Anschließend ging es über die authentische Ostküste der Insel bis in den Süden nach Blue Bay, wo wir traumhafte Plätze entdeckt haben. Am Ende unseres Aufenthaltes haben wir dann noch vier Nächte im sehr schönen Beachcomber Dinarobin verbracht, das am Le Morne Brabant-Berg im Südwesten der Insel gelegen ist. Dort findet man ein Stückchen Paradies auf Erden mit traumhaften Sonnenuntergängen. Mit dem Mietwagen konnten wir weitere Highlights wie z.B. den Black River Gorges Nationalpark, den Geopark Seven Coloured Earth und die heilige Pilgerstätte der Hindus Grand Bassin besuchen.

Meine Tour auf La Réunion

Von Mauritius sind wir in 45 Minuten weiter nach La Réunion geflogen. Da es auf der Insel insgesamt drei Talkessel gibt und davon jeder von einem natürlichen, von der Erosion geformten pflanzenüberwucherten dünnen Schutzwall umgeben ist, sind die Anfahrtswege trotz relativ überschaubarer Kilometer doch sehr lang. Darum haben wir uns für eine Mietwagenreise entschieden, mit der wir flexibel die unterschiedlichen Ziele und Hotels ansteuern konnten und dabei auch noch genügend Zeit hatten, die grandiosen Landschaftsbilder zu genießen.

Talkessel Salazie

Zu Beginn der Reise haben wir uns auf den Weg zum Talkessel Salazie gemacht, um von dort aus zu Fuß den Talkessel Mafate zu erkunden. Dies war eine sehr anstrengende , aber sich lohnende Wanderung zu dem Dörfchen La Nouvelle, das bis heute nur zu Fuß oder per Helikopter zu erreichen ist. Die Natur ist hier allgegenwärtig und springt dem Besucher bei jeder Windung eines markierten Wanderpfads ins Auge, die Berge sind überall und rundherum.

Heliflug La Réunion

Fôret de Bélouve, Trou de Fer & Le Grand Brûle

Im Anschluss daran ging es in den Forêt de Bélouve, ein Feuchtwald, der auf einer 1.300 Meter hohen Hochebene im Osten der Insel gelegen ist. In diesem zauberhaften Wald scheint die Welt still zu stehen, man findet in der unberührten Vegetation z.B. Höhentamarinden und wilde Orchideen. Durch den Wald führt ein mystischer Wanderweg, der uns zum Trou de Fer führte. Das Trou de Fer ist eine kesselartige Schlucht , Wasserfälle stürzen von verschiedenen Seiten 250-300 m tief und erzeugen dabei ein atemberaubendes Dröhnen. Wer nicht wandern möchte, kann dieses Spektakel auch vom Helikopter aus erleben.

Die Fahrt führte uns weiter entlang der Ostküste und durch das Gebiet Le Grand Brûle, was soviel heißt wie "die große Verbrennung". Immer wieder wird diese Region durch die Vulkantätigkeit des Piton de la Fournaise geprägt. Der Küstenabschnitt bietet eine einzigartige, von den Lavaströmen geformte und gezeichnete Landschaft. In den meisten Fällen rollen die Lavaströme bis hinunter in den Ozean und verändern dabei die Küstenlinie, die dadurch eine seltene, wilde Schönheit besitzt.

Le Baril & Cap Méchant

In St. Philippe haben wir dann eine traumhafte Wanderung von Le Baril zum Cap Méchant gemacht. Spätestens bei dieser Wanderung wurde mir klar, warum La Réunion auch die 'intensive Insel' genannt wird. Tobende Wellen an dieser wunderschönen Küste und im Hintergrund ständig wechselnde Regenbögen haben diese Wanderung unvergesslich gemacht. Auch die traumhaften Wasserfälle (Cascade Grand-Galet), sowie das wunderschöne Hochplateau Grand-Coude haben mich unheimlich beeindruckt.

Wanderung von Le Baril nach Cap Méchant2.JPG

Vulkan Piton de la Fournaise

Ein absolutes Must-Do ist der Besuch des Vulkan Piton de la Fournaise, den wir uns natürlich nicht entgehen lassen konnten. Die Vulkaninsel La Réunion tauchte vor drei Millionen Jahren aus den Tiefen des Ozeans auf. Der Piton de la Fournaise, einer der aktivsten Vulkane der Welt, gibt der Landschaft ihren Charakter und schenkt der Insel bei manchen seiner Ausbrüche noch ein wenig mehr Landmasse. Wir fuhren zunächst durch die La Plaine des Sables, einer Mondlandschaft mit einem grandiosen Aussichtspunkt, dem Pas de Bellecombe. Als wir dann über eine sehr holprige Straße den Vulkan erreichten, präsentierte er sich uns in aller Schönheit. Die unterschiedlichen rot-braunen Farben veränderten sich ständig je nach Sonneneinstrahlung und aufgrund kleiner Wolkenfelder haben wir auch hier wieder einen beeindruckenden Regenbogen gesehen. Die Magie der Natur hatte uns in Ihren Bann gezogen.

Regenbogen Piton de la Fournaise

Talkessel Cilaos - Hochburg des Wanderns

Unseren nächsten Stopp machten wir im dritten der drei Talkessel, in Cilaos, einem Kurort in grandioser Natur. Pure Landschaft, klare Luft und das wohltuende Wasser der Thermalquellen zeichnen diesen Ort aus. Um nach Cilaos zu gelangen sind wir entlang einer traumhaften Panoramastraße durch die grandiose Bergwelt gefahren, die sogenannte "Straße der 400 Kurven“. Wegen seiner geographischen Besonderheiten ist Cilaos heute eine Hochburg des Wanderns, des Canyonings, des Kletterns und des Mountainbikings. Auch Wein wird hier angebaut und die berühmten „Linsen von Cilaos“ haben wir in einem der schnuckligen Restaurants probiert. Wir haben eine unvergessliche Wanderung zur Naturgrotte La Chapelle unternommen. Dies ist eine abwechslungsreiche Wanderung, die zunächst durch einen Wald hinab in ein Flusstal führt mit immer wieder beeindruckender Aussicht in die Schlucht und in die Bergwelt.

Wanderung nach La Chapelle - Talkessel Cilaos1.JPG

Abschließende Entspannung an der Westküste

Auch zum Entspannen blieb am Ende der Tour noch etwas Zeit. Wir haben noch ein paar Tage im wunderschönen Hotel LUX St. Gilles an der Westküste verbracht. Dort sind wir viel geschnorchelt und haben sogar am Hausriff eine Wasserschildkröte gesehen und die wunderschönen Sonnenuntergänge direkt ins Meer genossen.

Meine Reisehighlights

Mauritius

Im sehr angenehm warmen indischen Ozean SUP und Kayak zu fahren mit Ausblick auf den Le Morne Brabant-Berg war sicher eines meiner Highlights. Das Essen war auch besonders lecker, da Mauritius sehr multikulturell ist. Die Küche ist von sehr vielen Kulturen und Einflüssen geprägt und sehr abwechslungsreich!

La Réunion

Die vielen Regenbögen waren ein absolut fantastisches Naturschauspiel; aber auch die Wanderungen in dieser unberührten Natur waren unfassbar schön. Besonders faszinierend war zudem unser Helikopter Flug am Schluss der Reise über diese einmalige, sehr naturbelassene Insel. Und beim Überqueren der Lagune hatten wir sogar das unvergessliche Erlebnis, Wale beobachten zu können.

Das emotionalste Erlebnis aber war ein Tauchgang in der St- Gilles les Bains Region, bei dem wir unter Wasser die Wale gehört haben.

Was ich beim nächsten Mal unbedingt noch machen möchte

Auf Mauritius

Gerne würde ich beim nächsten mal eine Wanderung im Black River Gorges Nationalpark unternehmen und insgesamt mehr Zeit haben, um Wassersport in der traumhaften „Le Morne“-Region zu machen. Dort wird auch angeboten, mit den Pferden im Meer zu schwimmen, was auf jeden Fall auf meiner To-do Liste steht.

SUP beim Beachcomber Paradis - Le Morne.jpg

Auf La Réunion

Ich möchte auf jeden Fall zum Krater des Vulkan de la Fournaise wandern, wozu wir diesmal leider keine Zeit hatten. Weiterhin möchte ich zum Aussichtspunkt Maïdo auf 1500m fahren, von wo man eine grandiosen Ausblick in den Talkessel Mafate haben soll.

Ein Besuch auf dem Markt in St. Paul wäre bei der nächsten Reise auch ein Must-do, die Stände sind direkt am Meer aufgebaut und es wird Kunsthandwerk aus La Réunion angeboten.

Mein Gesamtfazit

Für Mauritius

Die Insel bietet so viel mehr als nur schöne Hotels, kristallklares Wasser, Strände, Wassersportmöglichkeiten aller erdenklichen Art und kilometerlange Korallenriffe. Die Nationalparks und die vielen Tempel laden ein, um auch die Schönheit der Natur und die Kultur kennenzulernen. Neben der Erholung am Strand sollte man auf jeden Fall ein paar Tage einplanen, um die Insel mit ihren vielen Zuckerrohrfeldern zu erkunden.

Für La Réunion

Die Insel La Réunion ist eine Welt mit vielen Facetten, die in Erstaunen versetzt, verzaubert, gefangen nimmt, Bewunderung hervorruft und alle die, die ihrer Einladung folgen, fasziniert.

Plateau Grand Coude.JPG

La Réunion hat sehr viel zu bieten und ist auf jeden Fall eine oder mehrere Reisen wert. Man findet für jeden Geschmack etwas: Palmen, Strände und traumhafte Sonnenuntergänge, außerdem Bergketten, Vulkankrater, Wasserfälle, Urwald sowie tiefgrüne Talkessel und nicht zuletzt die Bourbon-Vanille. Im frühen 19. Jahrhundert erhielt die Vulkaninsel im Indischen Ozean den Namen Vanille-Insel. Neben Zuckerrohr gehört die Vanille bis heute zu den wichtigsten Anbauprodukten. Auch Wassersportler kommen hier nicht zu kurz: Die Gewässer vor La Réunion bieten Wassersportfans mehr als 550 Fischarten und 150 Korallenarten. Auf und unter dem Indischen Ozean warten viele Aktivitäten: Surfen, Segeln, Stand-Up-Paddling, Jet-Ski, Kajakfahren, Tauchen, Fischen, Hochseeangeln und Ausflüge mit dem Boot. An der westlichen Küste der Insel erleben Besucher auf 22 Kilometern eine glasklare Lagune mit türkisblauem Wasser. Sie ist von einem Korallenriff eingerahmt.

Wenn es die Zeit erlaubt, dann empfehle ich auf jeden Fall, Mauritius und La Réunion zu kombinieren. Die Inseln sind nur wenige Flugminuten voneinander entfernt und trotz der Nähe zueinander sehr unterschiedlich. Es lohnt sich, die beiden Perlen im Indischen Ozean zu entdecken !

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